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Klartext: 2x NEIN zu den extremen Agrarinitiativen

Die «Trinkwasserinitiative» fordert, dass Betriebe, die chemisch-synthetische oder natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen oder Futter für ihre Tiere zukaufen, keine Direktzahlungen mehr erhalten.

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» will den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln gesamthaft verbieten. Auch Händler dürften nur noch Lebensmittel importieren, die ohne synthetische Pflanzenschutzmittel produziert worden sind.

Die Lebensmittelverschwendung nimmt zu
Wenn nur noch betriebseigenes Futter verwendet werden darf, werden auch die Nebenprodukte aus der Rapsölgewinnung, der Rapskuchen zur Verfütterung an die Tiere untersagt sein. Das gleiche gilt für die Weichweizenkleie aus der Mehlherstellung, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Gefahr einer schlechteren Produktequalität und -haltbarkeit wären weitere Folgen.
Nebst dem Verbot der Verfütterung von Produkten aus der Lebensmittelproduktion ist auch eine ausgewogene Ernährung der Tiere und die Tiergesundheit als Gesamtes gefährdet.

Arbeitsplätze gehen verloren
Es wäre nicht nur die Landwirtschaft betroffen, auch für das vor- und nachgelagerte Gewerbe stehen schweizweit bis 160’000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Arbeitsplätze, die der Arbeitsmarkt Schweiz auch in Zukunft dringend benötigt.

Die Pestizidinitiative ist wegen bestehenden, internationalen Handelsabkommen nicht umsetzbar. Im schlimmsten Fall würde lediglich der «Schweizer Teil» umgesetzt: In der Schweiz werden praktisch sämtliche Hilfsmittel verboten, während beim Import keine höheren Anforderungen gesetzt würden.

Die Selbstversorgung nimmt ab
Die 8.6 Millionen Menschen in der Schweiz können heute zu 55 bis 60 % mit Nahrungsmitteln aus einheimischer Produktion ernährt werden. Nach der Annahme und Umsetzung der Initiativen würde der Wert auf rund 40 % Eigenversorgung fallen.

Fazit
Beide Initiativen sind gut gemeint, schiessen aber ganz klar über das Ziel hinaus. Die SVP sagt klar 2x NEIN zu den beiden Initiativen und damit ja zum Erhalt der Schweizer Landwirtschaft und dem Schweizer Arbeitsmarkt.

Deshalb am 13. Juni 2021, 2 x NEIN zur «Trinkwasser- und Pestizidinitiative»

Peter Seiler Kantonsrat Sarnen
Daniel Blättler Kantonsrat Kerns

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SVP Schweizerische Volkspartei Kanton Obwalden, Postfach 1512, 6060 Sarnen
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