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Die Obwaldner Landwirtschaft will produzieren – nicht nur pflegen

Die Landwirtschaft im Kanton Obwalden steht unter starkem wirtschaftlichem Druck. Hohe Produktionskosten, tiefe Produzentenpreise und politische Fehlanreize gefährden die inländische Lebensmittelproduktion. Gefordert ist eine Agrarpolitik, die Wertschöpfung und Versorgungssicherheit wieder ins Zentrum stellt.

Die Obwaldner Landwirtschaft ist kleinstrukturiert und vielfach auf ein Einkommen aus dem Nebenerwerb angewiesen. Nationale Zahlen zeigen, dass Milchwirtschaftsbetriebe im Schnitt rund 17 Franken pro Stunde verdienen – bei einer Sieben-Tage-, mindestens 60-Stunden-Woche. Diese Realität gilt auch für Obwalden. Selbst effizient wirtschaftende Betriebe leiden unter hohen Produktionskosten, bedingt durch die Topografie und das generell hohe Kostenumfeld in der Schweiz.

Gleichzeitig sind Lebensmittel im Verhältnis zur Kaufkraft so günstig wie kaum sonst in Europa. Heute geben Haushalte nur noch rund 6,2 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Der Preisdruck wird damit direkt auf die Produzenten abgewälzt.

Der Bund bereitet derzeit die Agrarpolitik 2030 vor, die ab 2027 im Parlament beraten wird. Die Landwirtschaft will den eingeschlagenen Weg von weniger Produktion und mehr Beiträgen korrigieren, rund zwei Milliarden Franken zusätzliche Wertschöpfung erzielen und den Netto-Selbstversorgungsgrad von rund 46 Prozent wieder erhöhen.

Während sich der Bundeshaushalt seit 2000 nahezu verdoppelt hat, blieb das Agrarbudget mit rund 3,6 Milliarden Franken stabil. Die SVP fordert deshalb eine Agrarpolitik, die die Lebensmittelproduktion stärkt, kostendeckende Preise ermöglicht und die Bauernfamilien ins Zentrum stellt.

Daniel Blättler,
Kantonsrat Kerns

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