Regulation des Wolfs zum Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt

Trotz Regulierungsmöglichkeiten gibt es immer mehr Wölfe in der Schweiz. Die Wolfspopulation nimmt seit 10 Jahren exponentiell zu. Aktuell sind in der Schweiz 41 Rudel nachgewiesen. In immer mehr Regionen gibt es Angriffe auf Nutztiere, was die Tierhaltenden unter grossen Druck setzt. Der Herdenschutz ist aufwändig, teuer und nicht immer erfolgreich. Eine Überwachung rund um die Uhr ist weder mach- noch bezahlbar. Dazu kommt das grosse Tierleid bei den gerissenen Tieren. Nutztiere haben ein Recht auf Schutz vor Grossraubtieren.
Gemäss Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG) und Jagdgesetz (JSG) sind etliche Arten inkl. ihrer Lebensräume geschützt. Die Anwesenheit von Wölfen kann diese direkt oder indirekt beeinträchtigen, durch Verlust von Lebensräumen oder Abnahme der Lebensraumqualität, durch direkte Prädation oder Beunruhigung, oder durch Herdenschutzmassnahmen. Bei Naturschutzprojekten ist es üblich, Prioritäten betreffend Arten mit unterschiedlichen Lebensraumansprüchen zu treffen.
Vor kurzem wurde bekannt, dass wir auch in Obwalden ein Wolfsrudel kennen. Hier gilt es nun die Frage zu beantworten: Wollen wir den Wolf akzeptieren und den Landwirten noch mehr Arbeit mit Herdenschutzzäunen in sehr unwegsamen Gelände zumuten oder soll der Wolf aus dem Kanton Obwalden verbannt werden?
Die Landwirtschaft trägt in zahlreichen Gebieten mit der Land- und Alpwirtschaft zu qualitativ guten Trockenstandorten für Fauna und Flora bei.
Peter Abächerli
Kantonsrat, Giswil




