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Bezahlbarer Wohnraum im Kanton Obwalden

Der Wohnungsmarkt im Kanton Obwalden ist stark unter Druck. Tiefe Leerwohnungszahlen, verzögerte Bauvorschriften und eine hohe Zuwanderung verschärfen die Situation. Besonders Familien und Einheimische spüren den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zunehmend.

Der Wohnungsmarkt in Obwalden bleibt angespannt. Ende 2024 lag die Leerwohnungsquote bei lediglich 0,5 Prozent und damit deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 1,0 Prozent. Nur in wenigen Kantonen ist das Wohnungsangebot pro Einwohner noch knapper: In Genf (0,34 %), Zug (0,42 %) und Zürich (0,48 %) standen anteilsmässig noch weniger Wohnungen leer. Obwalden zählt damit zu den Kantonen mit dem geringsten verfügbaren Wohnungsangebot.

Ein wesentlicher Grund liegt in staatlichen Verzögerungen. Zwar wurde die Ausnützungsziffer bereits vor über zehn Jahren abgeschafft, doch erst kürzlich verabschiedete der Kantonsrat das neue Bau- und Planungsgesetz. In vielen Gemeinden fehlen die angepassten Bau- und Zonenreglemente noch. Erst mit liberaleren Vorschriften und schlanken Verfahren kann zusätzlicher, günstiger Wohnraum entstehen.

Zusätzlich erhöht die anhaltend hohe Zuwanderung den Druck auf die Landregionen. In den letzten zehn Jahren lag die Nettozuwanderung bei rund 90 000 bis 110 000 Personen pro Jahr, was einem Bedarf von etwa 50 000 zusätzlichen Wohnungen jährlich entspricht. Besonders im günstigen und mittleren Preissegment ist die Verknappung deutlich spürbar. Einheimische und Familien finden immer seltener passende Wohnungen.

Als Immobilienbewirtschafterin erlebe ich täglich, wie hohe Mietpreise und steigende Baukosten – verstärkt durch unnötige Vorschriften – das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und bezahlbarem Wohnen verschärfen. Eine weitere Verdrängung zugunsten von Asylunterkünften oder Sozialmigration wäre nicht tragbar.

Die SVP setzt sich für praktikable Bauvorschriften und eine verantwortungsvolle Zuwanderungspolitik ein – damit in Obwalden wieder bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Martina Ziegler
Kantonsratskandidatin, Sarnen

Wohnungsbau: Was braucht Obwalden

  1. weniger Vorschriften und Bürokratie im Wohnbau
  2. Siedlungen gezielt und wirkungsvoll verdichten
  3. Zuwanderung bedarfsgerecht steuern und begrenzen
  4. Qualitatives Wachstum fördern, quantitatives Wachstum begrenzen
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