Alles gut im Bildungswesen?

Mit dem Abstimmungsresultat von knapp 43% Nein-Stimmen zum Nachtrag des Bildungsgesetzes hat am 30. November 2025 doch fast die Hälfte die Obwaldner Bevölkerung ausgedrückt, dass sie mit den Entwicklungen in den Volkschulen nicht glücklich sind. Die nationalen Rankings der Kantone zu diesem Thema zeigen auf, das Obwalden im letzten Drittel zu finden ist.
In einer Umfrage durch den Obwaldner Gewerbeverband im Herbst 2025 äusserten sich Unternehmer wie folgt zur Bildung in Obwalden:
- Mangel an Basisfertigkeiten wie Deutsch, Lesen, Textverständnis und Mathematik bei Schulabgängern.
- Fehlende persönliche Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Durchhaltevermögen, Selbstorganisation und Disziplin.
- Frühere und realitätsnahe Berufsorientierung sowie gesellschaftliche Aufwertung der Berufslehre werden gefordert.
- Schulen sollen Kernkompetenzen und klare Strukturen stärken sowie praxisnah ausbilden.
Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) und der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) bestätigen ähnliche Erfahrungen auf nationaler Ebene.
Wir bleiben dran, um unseren Nachwuchs fit für die Berufswelt zu machen.
Dr. Peter Wild
Kantonsrat, Engelberg
Schulrat, Lehrbeauftragter ETH, Bildungskommission Kt. Obwalden, Bildungskommission sgv/SAV




