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Parolenfassung und Medienkonferenz des Schweizer Bauernverbandes


Leserbrief vom 12. Dezember 2013


Die Nein-Parole des SBV-Vorstandes zur Masseneinwanderungsinitiative erstaunt. Da diskutiert und streitet man wochenlang um eine Initiative für Ernährungssicherheit und Kulturlandschutz und anschliessend lehnt man eine andere Volksinitiative ab, die das Hauptproblem des Kulturlandverlustes, das sehr hohe Bevölkerungswachstum, wirksam bekämpfen würde.
Den kurzfristigen Vorteilen der Personenfreizügigkeit stehen längerfristig gravierende und substantielle Nachteile gegenüber.
Die Landwirtschaft war schon immer gezwungen, langfristig und „nachhaltig“ zu handeln und dafür hie und da auf momentane Profite zu verzichten. Für die Spitze unseres Verbandes gilt dieser Grundsatz offensichtlich nicht mehr.

Als überzeugter Demokrat muss ich diesen unverständlichen Entscheid wohl akzeptieren.

Was ich jedoch nicht tolerieren kann, ist die Art und Weise, wie die SBV-Spitze nun mit diesem Beschluss umgeht. Die Masseneinwanderungsinitiative wird auf der Startseite des SBV-Internetauftritts und in der Medienmitteilung als „Abschottungsinitiative“ verunglimpft. Diese herablassende Umbenennung hat man von Economiesuisse und Swissmem übernommen. Die Organisationen sind seit der Medienkonferenz vom 10. Dezember wohl die neuen Freunde des Bauernverbandes.
Die aktuelle Kommunikation des Verbandes ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich sowohl im SBV wie auch in der SVP tatkräftig engagieren. Sollte das die neue Strategie der Herren Ritter und Bourgeois sein, stehen uns im SBV frostige Zeiten bevor.
Stossend ist weiter, dass der Kampf gegen die Initiative mit Mitgliederbeiträgen der Bauern finanziert wird. Ich würde eine Wette darüber eingehen, dass die Mehrheit der bäuerlichen Basis für die Masseneinwanderungsinitiative ist. Dass für eine verleumderische Nein-Kampagne doch mehr streng verdientes Bauerngeld ausgegeben wird, ist strikte abzulehnen.
Gratulieren möchte ich abschliessend dem Zürcher Bauernverband: Er hat mit 16:2 Stimmen die JA-Parole zur Masseneinwanderungsinitiative beschlossen. Weitere werden hoffentlich folgen.

Peter Seiler, Mitglied der Landwirtschaftskammer des SBV, Sarnen OW

 

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