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Kantonsspital Obwalden – wie weiter?

Als die SVP 2002 zum ersten Mal in den Kantonsrat gewählt wurde, stand das Kantonsspital Obwalden auch schon auf der Traktandenliste. Es war bereits damals schwer, eine sachliche Diskussion zu führen, weil das Thema immer mit starken Emotionen verbunden war.

Die damalige Diskussion über eine Fusion mit dem Kanton Nidwalden und einer im Raum stehenden vermeintlichen Schliessung des Spitalstandorts Sarnen führte zur Volksinitiative, welche dann das Mindestangebot in Artikel 22 des Gesundheitsgesetz festgeschrieben hat.

Rund 20 Jahre später stehen wir immer noch vor den gleichen Diskussionen und Befürchtungen. In der Zwischenzeit hat sich das Gesundheitswesen weiterentwickelt und auch die Spitalfinanzierung wurde für den Standortwettbewerb umgestellt. Das Kantonsspital Nidwalden ist heute Teil des Luzerner Kantonsspitals (LUKS bzw. LUNIS) während Obwalden versucht, sich mit dem beschränkten Einzugsgebiet und dem gesetzlichen Mindestangebot irgendwie zu behaupten.

Stationäre Behandlungen werden seit dem 1. Januar 2012 nach den Regeln der neuen Spitalfinanzierung mit Fallpauschalen vergütet und die Kantone müssen mit der freien Spitalwahl der Patienten 55 Prozent dieser Kosten übernehmen.

Der Obwaldner Regierungsrat setzte unter der Leitung von Regierungsrat Daniel Wyler eine Taskforce ein, welche die Grundlagen für die künftige Versorgungsstrategie erarbeitet hat. Diese Taskforce hat die Arbeiten vor einem Jahr abgeschlossen. Der Ball liegt nun beim Gesamt-Regierungsrat.

Die erarbeiteten Grundlagen sind zwar nicht öffentlich bekannt, trotzdem sah sich die CVP Mitte zu mehreren wahltaktischen Aktionen gegen die Regierung und insbesondere gegen die Gesundheitsdirektorin veranlasst.

Bekannt ist, dass die Spitalversorgung die Obwaldner Steuerzahler im Jahre 2020 insgesamt 40.912 Mio. Franken gekostet hat. Davon mussten 17.755 Mio. Franken für ausserkantonale Hospitalisierungen bezahlt werden. Am Standort Sarnen wurden 2020 stationäre Leistungen für 10.872 Mio. Franken erbracht, welche mit 9.254 Mio. Franken Steuergeld praktisch zu 100 Prozent subventioniert wurden.

Auch bekannt ist der Patientenexport in andere Spitäler von 47 Prozent im Jahre 2019, welche seit 2017 jeweils um 2 Prozent gestiegen ist.

Für die Standortsicherung des Spitalstandortes Sarnen braucht es Taten statt Worte!

Die effektivste Standortsicherung ist, wenn sich die Obwaldner Bevölkerung, wann immer möglich, im Spital Sarnen behandeln lässt. So entstehen höhere Fallzahlen und der durch den Kanton Obwalden zu zahlende Leistungsanteil von 55 Prozent verbleibt ebenfalls im Kanton. Ein Angebot von «allem» ist zwar nicht möglich, aber je mehr, desto besser.

Darüber hinaus sind insbesondere die Hausärzte als Zuweiser der Patienten in das Kantonsspital Obwalden gefordert. Es nützt nichts, wenn alle in Obwalden ein Kantonsspital wollen, sich dann aber ausserkantonal behandeln lassen.

Fallzahlen, Qualität und Kosten stehen in einer direkten Beziehung zueinander, weshalb im Gesundheitswesen klar grossräumiger gedacht und geplant werden muss.

Mit dem Status Quo der Leistungs- und Kostenbilanz ist der Standort Sarnen definitiv nicht gesichert und die Kosten für den Standorterhalt werden immer höher.

Die SVP Obwalden setzt sich für den Spitalstandort Sarnen ein, ist aber für die Streichung der Mindestanforderung auf Gesetzesstufe in Art. 22. Damit kann der Kantonsrat den Leistungsauftrag an das Kantonsspital definieren und kostendeckend mit einer echten Zukunftsperspektive sicherstellen.

Auszug aus dem Parteiprogramm 2022-2026 der SVP Obwalden

Gesundheitsversorgung und Spitalstandort Sarnen

Nachdem die Spitalversorgung im Kanton Obwalden die finanzielle Grössenordnung von rund 40 Mio. Franken erreicht hat, steht fest, dass der Satus Quo nicht mehr finanzierbar ist. Um den Standort Sarnen beibehalten zu können, müssen die zu erbringenden Leistungen am Standort Sarnen mit anderen Partnern koordiniert werden.

SVP Obwalden

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